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Samstag, 26. März 2011

Euro 2012 Qualifikation - Keine halben Sachen gegen Kasachstan

Euro 2012 Qualifikation - Keine halben Sachen gegen Kasachstan

Dem Maximalstart in der EM-Qualifikation folgt die nächste Pflichtaufgabe. Kasachstan kann sich in Kaiserslautern auf etwas gefasst machen. Mit Spielwitz und Spielfreude will die deutsche Nationalmannschaft an ihre WM-Leistung anknüpfen und das Publikum am Betzenberg in Verzückung versetzen.




Aus Kaiserslautern berichtet Dirk Adam

"Die Frage ist nicht, wie gut Kasachstan ist, sondern wie gut wir sind", stellte Joachim Löw vor dem Spiel klar (ab 20:00 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de).

Für den Bundestrainer sind die namenlosen Steppen-Kicker ein klassischer Aufbaugegner. Der nächste Dreier ist fest eingeplant.

"Wir möchten unsere Spielweise wie bei der WM fortsetzen und die Zuschauer mit unserer Spielfreude überzeugen", so Löw, der gegen Kasachstan sein 64. Länderspiel als Bundestrainer bestreitet.

Konstanz und Konzepte

Für den 50-Jährigen besteht kein Zweifel, dass seine Mannschaft das Pflichtprogramm wie im Hinspiel (3:0 in Astana) zu seiner vollen Zufriedenheit erfüllt. Ihm geht es vielmehr darum, das DFB-Team bereits für die EURO in Polen und der Ukraine zu präparieren.

Deutschland will 2012 die 16-jährige Durststrecke ohne Titel beenden und Löw möchte endlich unter Beweis stellen, dass er auch ein Trainer für die ganz großen Erfolge ist. Die Basis ist gelegt, sein Vertrag wurde gerade bis zur WM 2014 verlängert.

Konstanz und Konzepte - diese beiden Schlagworte sollen die Grundlage bilden, sowie die Mischung aus jungen Himmelsstürmern und erfahrenen WM-Helden. "Der Trainer hat mir Verantwortung übertragen, und ich komme dieser gerne nach", erklärte Arne Friedrich.

Feuerwerk gegen Kasachstan

Der mittlerweile 31-jährige Wolfsburger steht nach langer Verletzungspause wieder hoch im Kurs. Der Bundestrainer attestierte ihm in dieser Woche bereits "wieder WM-Form", nachdem er zuletzt schon gegen Italien zurück in den Kader berufen wurde.

Mit dieser Rückendeckung hatte der 79-fache Nationalspieler selbst nicht gerechnet, denn viele hatten ihn nicht mehr auf der Rechnung. "Um so schöner ist es jetzt, Anerkennung zu erfahren", meinte Friedrich, der sich sogar Chancen auf einen Einsatz gegen Kasachstan ausrechnen kann.

Seinen Platz in der Startformation hat Miroslav Klose sicher, der in seiner alten Heimat das 107. Länderspiel absolvieren wird und gegen Kasachstan für ein Feuerwerk sorgen will. Wenn's nach ihm geht, soll der "Betze" vor Begeisterung beben.

Dauerbrenner in Torlaune

In der ewigen Torschützenliste steht Klose mit 59 Treffern bereits knapp hinter "Bomber" Gerd Müller (68), den er noch ohne Probleme überholen kann. Bei Löw ist Klose auf jeden Fall weiter gesetzt, obwohl er beim FC Bayern seit Monaten nur auf der Bank sitzt.

Und mit 107 Länderspielen liegt er nur noch eine Partie hinter Jürgen Klinsmann (108). "Mein Ziel ist es, noch lange zu spielen", äußerte sich Klose, der seine Fußballschuhe nach der EURO 2012 offenbar nicht an den Nagel hängen will.

Beim Hinspiel in Kasachstan sorgte der Dauerbrenner im Oktober für den ersten Treffer, nachdem die deutsche Mannschaft in der ersten Halbzeit reihenweise beste Chancen vergab. Gegen Kasachstan, das noch keinen Punkt in der Gruppe A auf dem Konto hat, sollen nun weitere Tore folgen.

Schürrle herzlich aufgenommen

Und die Chancen stehen gut, denn mit zehn Gegentreffern liegt Kasachstan abgeschlagen am Tabellenende. Gelingt dem "Underdog" aber eine Überraschung, haben die Fußball-Nobodys die Möglichkeit, Deutschland das 1000. Gegentor in der DFB-Geschichte zuzufügen.

Darauf können die Fans im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion gerne verzichten - wie auch Newcomer André Schürrle. Der Mainzer weilt nach seiner DFB-Premiere in Schweden zum ersten Mal für mehrere Tage im Kreis der Nationalmannschaft und ist begeistert.

"Die Jungs haben mich herzlich aufgenommen", erklärte der 20-Jährige, der sich einen Sieg gegen Kasachstan sowie die Fortsetzung der makellosen Bilanz in der EM-Qualifikation erhofft.

Sonntag, 20. März 2011

Int. Fußball - Buntes - "Wissen Sie, warum ich gehen musste?"

Int. Fußball - Buntes - "Wissen Sie, warum ich gehen musste?"

Zvjezdan Misimovic kommt in den letzten Monaten richtig viel herum im Weltfußball. Der Ex-Wolfsburger Meister-Spielmacher war vom VfL nach Istanbul zu Galatasaray gewechselt. Nun hat er verraten, warum er dort gehen musste und nun mit Kevin Kuranyi bei Dinamo Moskau spielt.




Am Bosporus hatte der 28-jährige Bosnier gerade einmal neun Partien bestritten, war dabei auf einen überschaubaren Assist gekommen.

Bald kam es dort zum Zoff, Misimovic flüchtete bereits nach rund neun Monaten nach Moskau, obwohl sich Galatasaray die Dienste des Top-Technikers über acht Millionen Euro hatte kosten lassen. Wie also kam es zu dem spontanen Bruch?

"Das ist kein Scherz!"

Misimovic klärt in der "Sport-Bild" auf: "Es begann mit dem Trainerwechsel. Hagi kam für Rijkaard. Anfangs spielte ich Linksaußen und sagte ihm, dass ich der Mannschaft in der Mitte mehr helfen kann. Dann kam ich von der bosnischen Nationalmannschaft zurück, und der Manager teilte mir mit, dass ich raus bin. Wissen Sie, was seine Begründung dafür war?", stellt Misimovic im Interview die Gegenfrage.

Natürlich weiß er es selbst am besten: "Dass ich beim Spiel Kaugummi kaue! Das ist kein Scherz. Das war für ihn das Zeichen, dass ich nicht bei der Sache bin. Lächerlich."

Falls dies tatsächlich so stimmt, kann man Misimovic kaum widersprechen.

Donnerstag, 10. März 2011

Int. Fußball - Paukenschlag: Fußballer outet sich

Int. Fußball - Paukenschlag: Fußballer outet sich

Er könnte zum Vorbild zahlreicher Fußballer werden: Anton Hysén, Sohn des ehemaligen Star-Kickers des FC Liverpool Glenn Hysén, hat sich offen zu seiner Homosexualität bekannt. "Ich bin Fußballer - und ich bin schwul", sagte der 20-Jährige vom Viertligisten Utsiktens BK dem Magazin "Offside".



Hysén junior ist damit der erste Fußballer mit einem prominenten Namen, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekennt. Für den Kicker, der in der Jugend für den Erstligisten BK Häcken gespielt, aufgrund zahlreicher Verletzungen aber nicht den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat, war sein "Outing" eine Herzensangelegenheit. "Ich bin Fußballer - und ich bin schwul. Wenn ich meine Leistung bringe, spielt das aber doch überhaupt keine Rolle, ob ich auf Frauen oder Männer stehe", stellt Hysén klar.

Der Meinung sind auch viele seiner Kollegen. Nach seinem Outing hat der 20-Jährige viel Zuspruch erfahren, Profi-Fußballer, Experten und Kommentatoren begrüßten den Schritt Hyséns. "Ich spiele vielleicht nicht in der höchsten schwedischen Liga, aber ich will beweisen, dass die sexuelle Orientierung eines Menschen keine Rolle bei der Ausübung seines Berufs spielt."

Weg nach oben verbaut?

Dennoch empfiehlt Hysén anderen schwulen Fußballern, vorsichtig zu sein und sich genau zu überlegen, ob sie ihre sexuelle Orientierung öffentlich machen wollen. "Alles ist diesbezüglich so kompliziert. Es gibt Rassisten, die Menschen mit anderer Hautfarbe nicht akzeptieren können. Und es gibt einfach Menschen, die homosexuelle Menschen nicht akzeptieren können."

Hysén weiß auch, dass sein Outing ihm den Weg in eine der oberen Ligen Schwedens vielleicht verbaut hat. "Es könnte ja sein, dass ein Klub Interesse an mir zeigt - und dann hört der Trainer, dass ich schwul bin, und dann ändern sie vielleicht plötzlich ihre Meinung." Doch für Hysén spielt das unterm Strich keine Rolle - er steht nicht nur zu seiner Sexualität, sondern auch zu seiner Entscheidung, diese publik gemacht zu haben. "Das wäre dann das Problem des Klubs, nicht meins."

Sonntag, 6. März 2011

Barclays Premier League - Cantonas brutales Karriere-Highlight

Barclays Premier League - Cantonas brutales Karriere-Highlight

Eric Cantona. Der Name weckt bei Fußball-Fans bis heute verschiedenste Erinnerungen. Erinnerungen an einen großartigen Fußballer, aber eben auch an einen extzentrischen Spieler, bei dem Genialität und Wahnsinn einmal mehr viel zu nahe lagen. Cantona unterstreicht dies nun erneut mit einer Aussage.



Das französische "Enfant Terrible" könnte eigentlich auf einige sportliche Erfolge zurückblicken. Mit Olympique Marseille wurde der technisch beschlagene Offensivspieler zwei Mal Meister der Ligue 1. Mit OM und Montpellier holte er den nationalen Pokal.

Berühmt und zur lebenden Legende wurde er aber erst auf der Insel, bei den "Red Devils" von United. Der 1966 in Marseille geborene Cantona gewann mit Manchester vier Mal die Meisterschaft und zwei Mal den Pokal. Zudem wurde er bei ManUnited zum wichtigsten Spieler des 20. Jahrhunderts gewählt.

Eine Art der Befreiung

Auf eine Frage nach dem persönlichen Karriere-Höhepunkt hätte der aktuelle Sportdirektor von Cosmos New York also aus einem reichhaltigen Fundus an möglichen Antworten wählen können. Doch der Mann, der stets mit aufgestelltem Kragen seines Trikot mit der Nummer 7 als Markenzeichen aufs Spielfeld lief, wählte nun in einem Interview just einen der dunkelsten Momente seiner Karriere.

"Das war der Kung-Fu-Kick gegen den Hooligan, weil diese Leute nicht ins Stadion gehören", erklärte Cantona gegenüber der BBC. Der Vorfall ereignete sich in einem Spiel von Manchester United gegen Crystal Palace 1995. Da in England die Fans nahe und ohne Abgrenzung am Spielfeld sitzen, hatte Cantona jede Schmähung des Fans hören können. Plötzlich war er dann ausgerastet und mit einem Kung-Fu-Tritt in die Tribüne auf den Zuschauer zugesprungen und hatte diesen umgetreten.

Er wollte damit "die Fans glücklich zu machen", lautet die eigenwillige Antwort des Teilzeit-Schauspielers. "Vielleicht träumen viele davon, diese Art von Menschen zu treten. Ich habe es für sie getan. Das gibt ihnen eine Art von Freiheit."

Eine Freiheit, die warten musste, denn zunächst einmal war Cantona für neun Monate gesperrt worden und musste 120 Sozialstunden verrichten.